Menschenkette gegen Rechts

Im Herbst / Winter habe ich eine Initiative mit dem Namen „Menschenkette gegen rechts, Hand in Hand für mehr Toleranz im Land“ gegründet. Nach anfänglich zähem Verlauf, gelang es mir, mehrere Dutzend Unterstützergruppen und –organisationen zu gewinnen.

Eine komplette Liste ist unter www.menschenkette-gegen-rechts.de zu sehen. Viele namhafte Parteien, Gewerkschaften und Vorfeldorganisationen sind dem Bündnis beigetreten.

Die Ursprungsidee hatte ich, da es mir nicht gefällt immer nur auf Gräueltaten oder Naziaufmärsche zu reagieren, sondern einmal selbst zu agieren. Dies hat auch damit zu tun, dass mein Großvater einst vor die Wahl gestellt wurde: SPD-Parteibuch abgeben oder an die Front… Und er ging an die Front.

Die Menschenkette sollte ein Zeichen setzen gegen rechte Gewalt, Rechtsextremismus und wieder salonfähig gewordenen Rassismus in unserer Gesellschaft. Sie sollte Ausdruck werden für ein tolerantes und friedliches Miteinander aller Menschen.

Hierzu wollten wir den historischen Bogen spannen von Bietigheim-Bissingen (dessen Bahnhof einer der größten Umschlagplätze für Deportationen im Dritten Reich war) und dem Tatort des NSU-Polizistenmordes von Heilbronn (Theresienwiese). Zwischen diesen beiden Orten haben wir am 06.07.2013 die beschriebene Menschenkette organisiert.

Auch wenn wir nicht alle ländlichen Bereiche der Kette schließen konnten, so waren alle Innenstädte, speziell Heilbronn und Bietigheim-Bissingen mit Tausenden von Menschen gefüllt und die Stimmung an und bei der Kette war sehr gut. Es waren insgesamt rund 5.500 Menschen, die sich ohne traurigen oder emotionalen aktuellen Anlass (das war Hauptschwierigkeit, aber eben auch gewollt!) für ein friedliches Miteinander und gegen rechts symbolisch versammeln.

Wir werten die Geschichte trotz manches Kommentars aus der konservativen Regionalpresse als Erfolg und die Rückmeldungen von Teilnehmern geben uns Recht. Die Lücken im ländlichen Raum verstehen wir als Auftrag bei der Sache zu bleiben und weiter zu arbeiten, denn es kann nicht sein, dass solche Aktionen nur funktionieren, wenn schon Häuser gebrannt und Menschen zu Schaden gekommen sind.

Aber 5.500 Menschen im wohlstandsverwöhnten Baden-Württemberg an einem herrlichen Samstagnachmittag ohne den oben genannten emotionalen Anlass auf die Straße zu bekommen – das muss uns erst einmal einer nachmachen.

Es laufen Gespräche, ob wir die Initiative in einen Verein umwandeln, um weitere Mahn- und Demoaktionen zu diesem Themengebiet zu veranstalten. Dies soll keine Eintagsfliege gewesen sein und wir werden die nächsten Events (noch) erfolgreicher gestalten.

Die Hauptprojektzeit war Januar bis Juli 2013. Ein Ereignis dieser Größenordnung planen wir frühestens für in 5 oder 10 Jahren, werden aber wie gesagt ein paar kleinere gezielte Aktionen ins Auge fassen.

Initiative Menschenkette

 

 

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