Die SPD weiblicher machen

Gleichstellung von Frauen und Männern in der SPD

Ziel des Arbeitsprogramms 2013-2015 der Arbeitsgruppe Gleichstellung der SPD Berlin-Pankow ist es, nicht nur eine weiblichere SPD sondern auch eine modernere SPD zu schaffen. Dafür müssen wir unterrepräsentierten Mitgliedergruppen insbesondere Frauen aber auch Jüngeren, „Zeitarmen“, etc. leicht zugängliche, attraktive Beteiligungsmöglichkeiten und Entwicklungschancen eröffnen.

2012 hat die Kreisdelegiertenversammlung Berlin-Pankow eine Arbeitsgruppe für die Erstellung eines Gleichstellungsberichtes eingesetzt. Angeregt worden war dies durch einen Beschluss des Berliner Landesparteitags sowie durch einen kreisinternen Antrag. Darauf basierend hat die AG Gleichstellung das „Arbeitsprogramm 2013-2015: Für Gleichstellung von Frauen und von Männern in der SPD Pankow!“ entwickelt.

Das Arbeitsprogramm ist Ergebnis eines längeren Prozesses. In der 1. Arbeitsphase (Februar-Mai 2012) wurde eine Bestandsaufnahme über die Anzahl der Frauen und Männer nach Altersgruppen in Funktionen, Mandaten und Mehrpersonengremien der SPD Pankow durchgeführt. („Gleichstellungsbericht 2012 - 1. Teil: Bestandsaufnahme)“ (Anlage). Dadurch identifizierten wir sog. „frauenfreien“ und „frauenraren“ Zonen.

Die 2. Arbeitsphase (Juni 2012-Mai 2013) bestand in einer Befragung der Geschäftsführenden Abteilungsvorstände, die in einem Gleichstellungs-Workshop partizipativ vorbereitet wurde (Anlage). Ziel war es die Ursachen der o.g. Verhältnisse zu ermitteln. Der Fragebogen (Anlage) wurde von 11 Abteilungen beantwortet, die Ergebnisse (Anlage) im Kreisvorstand vorgestellt. Darauf basierend entstand das Arbeitsprogramm, welches zurzeit in den Gliederungen präsentiert und diskutiert wird.

Die 3. Arbeitsphase (Juli 2013-2015) dient der Umsetzung. In ihr werden konkrete Maßnahmen zu den vier Schwerpunkten des Programms (Personalentwicklung, Zeitpolitik, Familienfreundlichkeit und Geschlechtergerechtigkeit) u.a. in Pilotprojekten erprobt. Die AG Gleichstellung wird die Pilotabteilungen in der Umsetzungsphase mit einander vernetzen, begleiteten und unterstützen. Eine Auswertung soll im Gleichstellungsbericht 2015 erfolgen.

Arbeitsgruppe Gleichstellung Kreis Pankow


Leitbild zur Gleichstellung und Beteiligung von Frauen und Männern

Kurz nachdem unsere neue Kreisvorsitzende Julia Schimeta gewählt worden ist, hat der Kreisvorstand eine AG Geschlechtergerechtigkeit eingesetzt. Angestoßen wurde dieser Prozess u.a. durch ein umfangreiches Maßnahmenpapier zum Thema Geschlechtergerechtigkeit des Landesvorstands von Februar 2012. Die AG kam am 11. Oktober 2012 zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Es war breit eingeladen worden und so kamen Männer und Frauen, Neumitglieder und erfahrene Parteimitglieder.

Vier Handlungsfelder haben sich bereits in der ersten Sitzung herauskristallisiert:

1. Leitbild zur Gleichstellung und Beteiligung von Frauen und Männern
2. Auflage eines Mentoring-Programms
3. Flyer für Neumitglieder
4. Bar-Camp-Frauen in Friedrichshain-Kreuzberg

Bis zum Februar 2013 hat es die Arbeitsgruppe geschafft, alle Punkte abzuarbeiten. Besonders hervorheben wollen wir das Leitbild zur Gleichstellung und Beteiligung von Frauen und Männern.

Seit längerer Zeit überlegt der Kreis Friedrichshain-Kreuzberg, wie wir die SPD frauenfreundlicher machen können. Wie Formate aussehen müssen, damit Partei, Beruf und Familie miteinander vereinbart werden können. Wir haben Veranstaltungen gemacht, wir haben Umfragen gestartet. Die ASF im Land Berlin hat ein Bar-Camp veranstaltet und sich ebenfalls gefragt, was muss sich an der Partei ändern, damit wir mehr Frauen für die Parteiarbeit begeistern können?

Dennoch fehlte vielen Aktiven in der Partei etwas Konkretes, eine Handreichung, wie die Parteiarbeit besser funktionieren kann.

Daraufhin kam die Idee der Entwicklung eines Leitbildes auf. Die Arbeitsgruppe Geschlechtergerechtigkeit in Friedrichshain-Kreuzberg hat sich für ein transparentes Verfahren bei der Erstellung des Leitbildes entschieden. Wir wollten nicht hinter geschlossenen Türen beraten und dann einen Antrag hervorzaubern, der letztlich von keinem umgesetzt wird. Deshalb haben wir mit der Erstellung des Leitbildes anhand eines internetgestützten Verfahrens begonnen. Binnen von zwei Wochen standen viele Kommentare und Kritiken in einem nur für Mitglieder offenen Antragsverfahren. Diese Kommentare wurden dann in die Form eines Leitbildes gegossen und anschließend in mehreren Sitzungen weiter entwickelt. Als das Leitbild fertig war, wurde es an die Abteilungen und Arbeitsgruppen gegeben, mit der Bitte, es breit mit den Mitgliedern zu diskutieren und Änderungsvorschläge zu machen. Die Abteilungen und Arbeitsgemeinschaften haben ein echtes Antragsverfahren gestartet und viele Änderungen vorgeschlagen. Auf unserer Kreisdelegiertenversammlung am 20. April 2013 haben wir etwa zwei Stunden über das Leitbild und entsprechende Änderungsanträge diskutiert. Schließlich wurde das Leitbild mit nur einer Gegenstimme verabschiedet.

Kern des Leitbildes ist, dass die SPD Friedrichshain-Kreuzberg attraktiver werden und ihre Mitglieder stärker beteiligen will. Im Leitbild wird u.a. vereinbart, dass Sitzungen nicht länger als zwei Stunden dauern sollen, auf Abkürzungen in Texten verzichtet wird und Podien ausgeglichen mit Frauen und Männern besetzt werden. Für Frauen soll es spezielle Angebote geben, etwa Netzwerke und Mentoringprogramme. Frauen sind nach wie vor in der SPD unterrepräsentiert. Das Leitbild soll hier für einen Wandel sorgen. Unser Ziel ist klar: Mehr Frauen in der SPD!

Doch auch Männer sollen von dem Leitbild profitieren. “Ausufernde Sitzungen und unverständlicher Fachjargon gefallen niemandem und schrecken potenzielle Neumitglieder ab”. “Wir treten für neue Wege der innerparteilichen Partizipation ein, die die Omnipräsenzkultur abzubauen helfen und das Angebot der abendlichen Gremiensitzungen sinnvoll ergänzen”, heißt es in dem Leitbild daher selbstbewusst.

SPD-Kreisverband Friedrichshain-Kreuzberg


Starke Frauen der Sozialdemokratie

Die ASF Oberhausen hat im Januar 2013 ihre Leitlinien für ihre zukünftige Arbeit entwickelt. Die Leitlinien beschäftigen sich mit der innerparteilichen Stellung der ASF und mit ihrem Engagement und ihrer Arbeitsweise nach außen. An der Entwicklung waren ASF-Frauen und parteilose Frauen beteiligt.

Diese Leitlinien sollen die Grundlage für die zukünftige Arbeit darstellen und zeitnah mit Leben gefüllt werden. Dazu wird am 18.07.2013 eine Veranstaltung mit dem Thema „Starke Frauen in der SPD“ durchgeführt. Diese Auftaktveranstaltung ehrt im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der SPD erstmals verdiente Sozialdemokratinnen aller Altersgruppen aus „gestern, heute und morgen“ aus Oberhausen.
Eingeladen sind neben den Funktionärinnen und Funktionären die weiblichen und männlichen (!) Delegierten des Unterbezirkes und gesellschaftlich relevante Frauen und Männer aus Oberhausens Institutionen, Vereinen und Verbänden.

Den Festvortrag hält die Bundesschatzmeisterin der SPD Dr. Barbara Hendricks.

Diese Veranstaltungsform mit der Verleihung der eigens dafür gestalteten Skulptur soll jährlich durchgeführt werden. In den nächsten Jahren sollen zusätzlich aktive Frauen aus allen gesellschaftlichen Bereichen geehrt werden, die sich für die Belange der Frauen einsetzen. Durch diese öffentliche Veranstaltung wird die Arbeit der ASF vorgestellt. Zudem richtet sich der Fokus auf die Gleichstellungspolitik. Mit dieser attraktiven Plattform will die ASF Oberhausen zudem Frauen für die politische Arbeit in der SPD interessieren und gewinnen.

Durch die Öffnung nach außen wird erreicht, dass eine größere aktive Beteiligung von Frauen stattfindet und positive Leitbilder nach außen getragen werden.

ASF Oberhausen


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